das beste Buch

Methodik

So kommt unsere Empfehlung zustande. Welches Buch gewinnt, rechnet Programmcode aus deinem Profil und den Fingerabdrücken der Bücher. Sprachmodelle tragen die Fingerabdrücke aus Quellen ein, lesen eine frei getippte Suche und schreiben am Ende die Begründung. Den Gewinner bestimmen sie nie.

Ein festes Vokabular für Geschmack

Geschmack beschreiben wir mit einem festen Vokabular, derzeit in Version 1. Es kennt drei Sparten mit eigenen Achsen: Belletristik mit elf, Sachbuch mit zehn und Kinder & Jugend mit neun. Jede Achse reicht von 0 bis 100 zwischen zwei benannten Enden, etwa Tempo von „gemächlich“ bis „atemlos“ oder Zugänglichkeit von „Einsteiger“ bis „Fachpublikum“. 50 heißt „zwischen den Enden“, nicht „unbekannt“.

Damit eine Zahl überall dasselbe meint, verankern je drei bekannte Bücher pro Achse einen niedrigen, einen mittleren und einen hohen Wert. Diese Anker sind redaktionelle Schätzungen, keine Messungen.

Dazu kommen feste Merkmale: Genres, Themen, Ort und Zeit, Inhaltshinweise in drei Stufen (kommt vor, prägt einzelne Szenen, prägt das Buch), Altersgruppe und Lesestufe, Seitenzahl, Reihe, Erzählperspektive, Form und die Art des Endes, die nur als Kategorie genannt wird.

Dein Profil spricht dasselbe Vokabular: Für jede Achse wählst du einen Wert und wie wichtig sie dir ist (egal, etwas, wichtig, entscheidend), dazu Wünsche und Ausschlüsse.

Ein Fingerabdruck pro Buch

Jedes Buch bekommt einen Fingerabdruck: einen Wert auf jeder Achse seiner Sparte, jeweils mit einer Sicherheit zwischen 0 und 1, dazu die Merkmale. Ein Sprachmodell trägt ihn aus den recherchierten Quellen ein, in einem festen Schema, und muss zu jeder Achse mindestens einen Beleg nennen. Fehlt ein gültiger Beleg, gilt der Wert als Schätzung und seine Sicherheit sinkt auf höchstens 0,4.

Ein Fingerabdruck hat zwei bis acht Belege. Jeder Beleg ist ein wörtliches Zitat von höchstens 200 Zeichen aus einer abgerufenen Quelle, mit Link. Steht ein Zitat nicht wirklich in der Quelle, verwirft es der Code. Auszeichnungen, Jahreszahlen, Seitenzahlen, Orte, Figurennamen und Reihen nehmen wir nur aus Quellen oder Katalogdaten; eine Auszeichnung ohne Beleg fällt weg. Ganze Texte kopieren wir nicht.

Woher die Belege kommen

Bibliografische Angaben stammen vor allem von der Deutschen Nationalbibliothek, dazu von Open Library und Wikidata. Google Books lesen wir nur vorübergehend und speichern davon nichts außer der Kennung des Eintrags.

Besprechungen suchen wir über eine Websuche, aber nur auf einer festen Liste von Feuilletons, Rundfunkanstalten, Literaturportalen, Leseförderern und Verlagen. Shops, Nutzerbewertungen, soziale Netzwerke und Seiten mit Inhaltsangaben lesen wir nie. Wikipedia dient höchstens als Hintergrund und wird nie zitiert.

Unser Rechercheprogramm gibt sich als das beste Buch zu erkennen, hält sich an robots.txt und lässt Seiten aus, die sich das Text- und Data-Mining vorbehalten. Von einer Seite behalten wir einen Auszug als internes Prüfmaterial; auf unseren Seiten erscheint nur das kurze Zitat mit Quelle.

Wann die Quellen reichen

Ein Fingerabdruck braucht mindestens zwei abgerufene Quellen, die sich zitieren lassen. Mit weniger entsteht keiner. Für eine solide Quellenlage muss außerdem eine unabhängige Besprechung dabei sein, bei Kinder- und Jugendbüchern eine pädagogische Quelle oder eine Verlagsseite mit Altersempfehlung.

Fehlt sie, gilt die Quellenlage als dünn: Der Fingerabdruck entsteht, aber jede Sicherheit ist höchstens 0,5, und das Buch kann nicht gewinnen, bis neu recherchiert wurde. Als Alternative erscheint es nur in einer Rolle, für die kein besser belegtes Buch passt, und trägt dann den Vermerk „Recherche dünn“.

Veröffentlicht wird ein Fingerabdruck erst, wenn die Spoiler-Prüfung (siehe unten) nichts findet.

Das Ranking rechnet der Code

Die Reihenfolge berechnet Programmcode aus deinem Profil und den Fingerabdrücken. Zuerst wählt er bis zu 100 Kandidaten unter den Büchern, die zu deinen festen Wünschen passen (Sparte, Altersgruppe, gewünschte Form, keine ausgeschlossenen Genres oder Themen, keine gemiedenen Inhalte, die einzelne Szenen oder das ganze Buch prägen): die, die deinem Profil am nächsten sind, gemessen an den Achsenwerten und, wo vorhanden, an Zahlenreihen (Embeddings), die ein Modell aus den Fingerabdrücken und dem Profil errechnet.

Dann bekommt jedes Buch eine Passung. Für jede Achse, die dir nicht egal ist, zählt der Abstand zwischen deinem Wert und dem Wert des Buchs: „entscheidend“ vierfach, „wichtig“ doppelt, „etwas“ einfach, und ein unsicher belegter Wert zählt weniger. Dazu kommen feste Zu- und Abschläge:

  • −8, wenn keines deiner Wunschgenres passt
  • +3 je gewünschtem Thema, höchstens +9
  • −15 je gemiedenem Inhalt, der im Buch nur vorkommt
  • −10 je 100 Seiten über deinem Längenwunsch, anteilig
  • −6 für einen mittleren Band einer Reihe, wenn du keine Reihe suchst
  • ein Plus für Ähnlichkeit zu Büchern, die du magst, ein Minus für Ähnlichkeit zu Büchern, die du nicht magst

Dieselbe Eingabe ergibt dieselbe Reihenfolge. Liegen zwei Bücher genau gleich, gewinnt das sicherer belegte, dann das mit mehr Quellen; zuletzt entscheidet eine feste Kennung. Für jede eigene Seite speichern wir die Rechnung jedes Buchs, damit sich jede Platzierung erklären lässt. Kein Modell und kein Partner kann daran etwas ändern.

Suchst du „Bücher wie“ einen bestimmten Titel, leitet der Code das Profil aus dessen Fingerabdruck ab: Seine Werte werden die Werte, deutlich ausgeprägte Achsen zählen doppelt, nur Bücher derselben Form kommen in Frage, und die Ähnlichkeit zum Ausgangsbuch zählt mit. Das Buch selbst steht nicht in der Auswahl; andere Bände seiner Reihe erscheinen höchstens als „Falls du Serien magst“.

Genau ein Gewinner

Jede Seite nennt genau ein Buch als Gewinner: das bestplatzierte Buch, das gewinnen darf. Nicht gewinnen darf ein Buch mit dünner Quellenlage oder einer Sicherheit unter 0,5, und ein Kinder- oder Jugendbuch mit ungeprüften Inhaltshinweisen, wenn du Inhalte meiden willst. Bücher, die vor dem Gewinner lägen, aber nicht gewinnen dürfen, lassen wir von der Seite weg.

Die Rollen der Alternativen

Drei bis fünf Alternativen kommen aus den 14 Plätzen direkt hinter dem Gewinner und müssen mindestens 60 Prozent seiner Wertung erreichen. Jede bekommt eine feste Rolle mit fester Regel, vergeben in dieser Reihenfolge:

  • Falls du den Sieger schon kennst: das nächstbeste Buch
  • Leichter Einstieg: Sprache (im Sachbuch: Zugänglichkeit) mindestens 15 Punkte niedriger
  • Anspruchsvoller: Sprache (im Sachbuch: Zugänglichkeit) mindestens 15 Punkte höher
  • Kürzer und intensiver: höchstens 70 Prozent der Seiten und mindestens so intensiv
  • Falls du Serien magst: ein Reihenauftakt, wenn der Gewinner ein Einzelband ist
  • Heller im Ton, Düsterer im Ton: Stimmung mindestens 20 Punkte heller oder düsterer (nicht im Sachbuch, das keine Achse Stimmung hat)
  • In anderer Form: eine andere Form, etwa Erzählungen statt Roman

Zu jeder Alternative steht, warum sie hinter dem Gewinner liegt. Die Namen der Rollen sind fest; kein Modell darf sie ändern.

„Unsere Empfehlung kippt, wenn …“

Zu jeder Empfehlung nennen wir ein bis drei Bedingungen, unter denen ein anderes Buch besser passt, zum Beispiel: „Unsere Empfehlung kippt, wenn du lieber …“. Das andere Buch ist immer eine Alternative von derselben Seite; das Schema, in das das Modell schreibt, lässt nur diese Bücher zu. Wir erfinden keine Gegenkandidaten.

Der Finder

Auf jeder Empfehlungsseite kannst du die Wahl mit zwei oder drei Fragen nachschärfen: welche deiner beiden wichtigsten Achsen dir wichtiger ist, wie lang das Buch sein darf (die Längen stammen aus den echten Seitenzahlen der Bücher auf der Seite) und, wenn ein Reihenauftakt dabei ist, ob eine Reihe in Frage kommt. Der Code rechnet mit deinen Antworten neu und zeigt das Buch, das dann am besten passt; ein Modell ist nicht beteiligt. Lässt eine Antwort kein Buch übrig, rechnet der Finder mit allen Büchern der Seite weiter und sagt dir, dass er einen Kompromiss gemacht hat.

Dünne Auswahl und Unsicherheit

Passen zu einem Profil weniger als sechs Bücher oder finden sich weniger als drei Alternativen mit Rolle, entsteht keine eigene Seite. Das Ergebnis wird dann bei jedem Aufruf neu berechnet, ganz ohne Modell, und trägt den Vermerk „dünne Auswahl“.

Sind die Belege dünn, die Sicherheiten niedrig oder die Abstände knapp, steht das auf der Seite unter „Wie sicher ist das Urteil?“. Wir tun nicht so, als wären wir sicherer, als die Quellen es hergeben.

Die Suche

Tippst du frei, schauen wir zuerst im Katalog nach Titel, Autor oder ISBN. Erst wenn das nichts ergibt, liest ein Sprachmodell deinen Text und übersetzt ihn in unser Vokabular: ein Titel, ein Autor oder ein Geschmacksprofil. Nennt es einen Titel oder einen Autor, muss der in deiner Suche stehen; Tippfehler darf es korrigieren, Bücher erfinden nicht. Den Gewinner bestimmt es nie, das Ranking rechnet danach der Code.

Mit dem Baukasten unter „Finden“ stellst du dein Profil selbst ein; dann liest kein Modell mit.

Das geschriebene Urteil

Die Erklärung Achse für Achse („Du wolltest: Tempo gemächlich (20) → dieses Buch: 20 · Beleg …“) und die Vergleichstabelle setzt der Code aus Profil und Fingerabdruck zusammen. Nur wenn eine Auswahl eine eigene Seite trägt, schreibt ein Sprachmodell dazu das Urteil: Einleitung, Kriterien, Gründe je Buch, Kippbedingungen, warum jede Alternative verliert, Unsicherheiten und häufige Fragen. Es bekommt dafür das Profil ohne persönliche Angaben, die Bücher in der Reihenfolge des Codes, ihre Fingerabdrücke und ihre Rechnungen, und es schreibt in ein festes Schema.

Danach prüft Code jeden Satz. Ein Satz mit einer Zahl, einem Namen oder einer Auszeichnung muss sich in den Merkmalen oder Belegzitaten des Buchs wiederfinden, sonst wird er gestrichen. Gewinner, Rollen und Wertungen müssen genau die des Codes sein. Auf Kinder- und Jugendbuchseiten muss jeder genannte Inhaltshinweis im Fingerabdruck stehen. Zuletzt liest ein Prüfmodell die Seite auf Spoiler.

Von selbst geht eine Seite nur online, wenn alle Prüfungen sauber sind. Eine stündliche Qualitätsprüfung sieht sich jede noch nicht veröffentlichte Fassung erneut an. Liegt der Fehler nur im Text, darf das Modell ihn einmal überarbeiten; die Reihenfolge ändert sich dabei nie. Sonst entscheidet der Betreiber, ob er die Seite veröffentlicht, neu erzeugen lässt oder verwirft.

Keine Spoiler über das erste Drittel hinaus

Wir beschreiben nichts, was nach dem ersten Drittel eines Buches passiert: keine Wendungen, keine Auflösung, kein Ende, keine späteren Schicksale. Wie ein Buch endet, sagen wir nur als Kategorie (versöhnlich, bittersüß, bitter, offen), nie inhaltlich.

Ein Prüfmodell liest die Texte jedes Fingerabdrucks und jede Seite vor der Veröffentlichung auf Spoiler. Schlägt es beim Fingerabdruck an, wird einmal strenger neu geschrieben; schlägt es wieder an, geht der Fingerabdruck nicht online.

Inhaltshinweise bei Kinderbüchern

Inhaltshinweise gibt es zu 13 Themen, von Gewalt und Krieg über Essstörung und Sucht bis zu Rassismus und Mobbing, jeweils mit ihrer Stufe.

Bei Kinder- und Jugendbüchern gilt ein Hinweis nur als bestätigt, wenn eine pädagogische Quelle oder der Verlag ihn belegt; ein Prüfmodell fragt dafür bei bis zu drei Hinweisen je Buch, ob die Quelle ihn wirklich stützt. Alle anderen stehen als unbestätigt da. „Keine Inhaltshinweise“ schreiben wir nur, wenn ein Abgleich aller Quellen, darunter mindestens eine pädagogische, nichts weiter gefunden hat; sonst steht dort „Inhaltshinweise nicht geprüft“. Ein Buch mit ungeprüften Hinweisen kann nicht gewinnen, wenn du Inhalte meiden willst, und verliert 15 Punkte.

Was wir nie tun

  • Preise vergleichen. Für neue Bücher und E-Books gilt in Deutschland die Buchpreisbindung (§ 3 BuchPrG): Der Ladenpreis ist überall gleich. Den gebundenen Ladenpreis nennen wir einmal; verglichen werden Formate, Verfügbarkeit und wo du das Buch bekommst, der Buchladen um die Ecke und die Bibliothek eingeschlossen.
  • Noten oder Sterne vergeben. Unsere Werte beschreiben, wie ein Buch ist und wie gut es zu deinem Profil passt, nicht, wie gut es ist. Nutzerbewertungen lesen wir nicht.
  • Platzierungen verkaufen. Provisionen und Partner gehen nicht ins Ranking. Mehr dazu unter Transparenz.
  • Fakten erfinden. Was sich nicht belegen lässt, steht nicht da.

Versionen und Neuberechnung

Das Vokabular trägt eine Versionsnummer, derzeit 1, und wird nicht stillschweigend geändert. Ändert sich eine Achse oder einer ihrer Anker, gibt es eine neue Version, und wir berechnen die Fingerabdrücke des ganzen Katalogs neu. Dasselbe gilt, wenn sich die Anweisung an das Modell ändert, das die Fingerabdrücke einträgt. Bis der neue Fingerabdruck eines Buchs fertig und geprüft ist, gilt der alte weiter.